EuroTeX Version 1.1, Mrz 1997.

Dieses Programmpaket enthlt eine mehrsprachige TeX-Anpassung fr 
Europer. Mittels dieses Pakets kann man nichtenglische Buchstaben 
im Manuskript benutzen. Alle Buchstaben im Font ISO Latin 1 werden genau 
wie englische Buchstaben behandelt und ergeben keine Probleme bei 
Silbentrennung, Ausgaben in Dateien, o.. 
Silbentrennung geht auch einwandfrei fr die brigen Buchstaben im 
dc-Font. Das Paket enthlt Silbentrennungsmuster fr Englisch, Deutsch, 
Franzsisch, Italienisch, Polnisch, Dnisch, Norwegisch, Schwedisch, 
Islndisch und Finnisch. Es lt sich einfach zu mehreren Sprachen 
ergnzen, oder einige Sprachen knnen ausgetauscht werden.
Die Datei multling.tex enthlt notwendige Definitionen. 
Die Datei deutsch-plain-dc.* gibt eine vollstndige Beschreibung.

Das System wurde auf einer Sun Sparcstation entwickelt. Es wird 
vorausgesetzt, da man Achtbitfonts benutzt, und zwar sowohl in TeX wie
auch beim Eintasten in Dateien. Dies ist nur mglich in TeX 3.x.
Dieses Paket wurde auf TeX 3.141 entwickelt.

In TeX mssen die dc-Fonts benutzt werden; beim Eintasten in Dateien 
mu ISO Latin 1 benutzt werden. X-Windows 11.5 enthlt ISO Latin 1 
(ISO 8859/1). Er kann durch die Anweisung
     setenv LC_CTYPE iso_8859_1
in der .login-Datei, und durch die Anweisung
     stty -istrip cs8    #Solaris
in der .cshrc-Datei zugnglich gemacht werden. Die obigen Definitionen 
ermglichen, die deutschen Buchstaben in dieser Datei zu lesen. Um auch
skandinavische und deutsche Buchstaben eintasten zu knnen, kopiere man 
die Datei keyboard/.Xmodmap.us in seinen Benutzer und gebe in der 
.xinitrc-Datei die Anweisung
     xmodmap .Xmodmap.us
(hier wird amerikanische Tastatur vorausgesetzt). Mit diesen 
Definitionen lassen sich die meisten anderen aktuellen Sonderzeichen 
mittels der "Alt"-Taste auf ziemlich logischen Tasten erzeugen.
Sie werden im vi-Editor gltig. Andere Editoren (z.B. emacs-19.28) mgen
fordern, da sie auf eine andere Weise eingelegt werden. Selbstverstndlich
knnen die Zeichen auch auf andere Tasten eingelegt werden.

Damit dieses Programmsystem wie vorausgesetzt wirkt, mssen folgende 
nderungen in der Quellcode von TeX gemacht werden (Web2c 14.05.1992).

(Die untenstehenden nderungen in der Datei tex.ch mssen gemacht werden,
bevor man configure laufen lt. In configure werden tex.ch in ctex.ch
kopiert, und ctex.ch wird danach in make benutzt. Falls man TeX erneut
generiert, ohne configure laufen zu lassen, mu man darauf achten, da
die nderungen in tex.ch auch in ctex.ch hineinkommt. In der Praxis sollen
tex.ch und ctex.ch gleich sein.)

In der Datei tex/tex.ch mu die Zuweisung
     @!trie_size=24000;
durch
     @!trie_size=60000;
ersetzt werden.

In der Datei tex/tex.ch mssen die Zuweisungen
     @!trie_op_size=750;
     @!neg_trie_op_size=-750;
durch
     @!trie_op_size=2000;
     @!neg_trie_op_size=-2000;
ersetzt werden.

In der Datei tex/tex.ch mssen die Zeilen
     @y
     for i:=0 to @'37 do xchr[i]:=chr(i);
     for i:=@'177 to @'377 do xchr[i]:=chr(i);
     @z
durch
     @y
     for i:=0 to @'37 do xchr[i]:=chr(i);
     for i:=@'177 to @'377 do xchr[i]:=chr(i);
     xchr[@'377]:=chr(@'337);
     xchr[@'337]:=chr(@'377);
     @z
ersetzt werden.

In der Datei tex/tex.ch mssen die Zeilen
     @x
     @<Character |k| cannot be printed@>=
       (k<" ")or(k>"~")
     @y
     @<Character |k| cannot be printed@>=
       (k<" ")or((k>"~")and(k<192))or(k=215)or(k=223)or(k=247)
     @z
vor dem Abschnitt
     % [4.51] Open the pool file
eingelegt werden.

In der Datei lib/site.h mu die Zeile
     #undef  NONASCII
durch
     #define NONASCII
ersetzt werden.

Die vorgeschlagenen trie_size-Werte drften fr die meisten 
Implementierungen mit nicht mehr als 10 Sprachen ausreichen. 

Die Dateien unter eurotex/inputs mssen in den Katalog inputs gelegt
werden. In der Datei plain.tex mu die Zeile
     \input hyphen
durch
     \input multling
ersetzt werden. Ferner mu die Datei hyphen.tex den Namen wechseln:
     mv hyphen.tex enghyph.tex

Danach mu TeX (dh initex und virtex) erneut (mit make) generiert werden,
und eine neue Ausgabe von plain.fmt unter formats gebildet werden.
TeX ist dann fertig zum Gebrauch.

Unter eurotex/doc liegen tex-, dvi- und ps-Dateien auf Deutsch, Englisch, 
und Norwegisch mit einer Beschreibung der TeX-Ergnzungen. Die tex-Dateien
knnen erst nach der Einlegung der TeX-Ergnzungen behandelt werden.

Die Dateien unter eurotex/bin sind Konvertierungsdateien. Sie sind 
dazu geschrieben, unter /local/bin zu liegen. Sie lassen sich aber 
selbstverstndlich in einen beliebigen Katalog im PATH einlegen.
Die Adresse in der letzten Zeile der Dateien iso2tex und tex2iso mu
in diesem Fall gleich demjenigen Katalog gesetzt werden, in den die 
Dateien eingelegt werden.


                                          Viel Glck!
                                          Ivar Aavatsmark
                                          ivar.aavatsmark@nho.hydro.com


PS
Der folgende Lapsus wurde fr TeX 3.141 unter Solaris 2.3 beobachtet:
TeX nimmt Nicht-ASCII-Zeichen (wie       ) in Dateinamen an
und gibt eine richtige Behandlung solcher Dateien. Nicht-ASCII-Zeichen 
in Dateinamen werden aber mit Code 0 (^^@) oder Code 1 (^^A) in Meldungen 
auf dem Bildschirm ersetzt. Mit einer tex-Datei mit dem Namen "wrme.tex"
erhlt man somit die folgende Meldung:

> tex wrme
This is TeX, C Version 3.141
(w^^@rme.tex
Default language: English
[1] )
Output written on w^^@rme.dvi (1 page, xxx bytes).
Transcript written on w^^@rme.log.
>

Die errichteten dvi- und log-Dateien erhalten aber die richtigen Namen
"wrme.dvi" und "wrme.log".

PPS
Zwei von den Makros, die in multling.tex definiert werden, 
nmlich \ggg und \lll, stoen gegen die AMS-Definitionen. Falls es 
wnschenswert ist, die AMS-Zeichen in TeX einzugliedern, mu 
folgende nderung in der Datei amssym.tex gemacht werden.
Die 4 untenstehenden Zeilen wurden auskommentiert und durch die 
nachfolgenden 6 Zeilen ersetzt. Mit diesen nderungen in amssym.tex 
lassen sich die AMS-Definitionen eingliedern. Alle Makros bleiben dabei
gltig.
%\newsymbol\lll 136E
% \let\llless\lll
%\newsymbol\ggg 136F
% \let\gggtr\ggg
\newsymbol\llless 136E
\newsymbol\gggtr 136F
\ifx\lllhyph\undefined \let\lll=\llless 
    \else\def\lll{\relax\ifmmode\llless\else\lllhyph\fi} \fi
\ifx\ggghyph\undefined \let\ggg=\gggtr 
    \else\def\ggg{\relax\ifmmode\gggtr\else\ggghyph\fi} \fi

PPPS
EuroTeX enthlt keine LaTeX-Anpassung. Eine solche Anpassung lt sich 
dadurch machen, da in der Definition der Textfonts die cm-Fonts durch 
dc-Fonts ersetzt werden. Wir haben eine solche Anpassung geschrieben, aber 
sie liegt nicht auf anonymem ftp.

PPPPS
Die EuroTeX-Version wird nicht Aufrufe an cm-Textfonts richtig behandeln.
Die Zeichenfolgen !` und ?` sind in EuroTeX nicht Ligaturen fr  und .
Der Makro \it\$ ergibt in EuroTeX nicht das Pfundzeichen .
Um zugeschickte TeX-Dateien mit Aufrufen an cm-Textfonts behandeln 
zu knnen, kann man neben der obigen mehrsprachigen TeX-Version eine 
TeX-Version machen, die nicht multling.tex, sondern enghyph.tex aufruft.
Eine solche Version liee sich cmtex nennen. Die obigen nderungen in der 
Quellcode tun keinen Schaden fr cmtex, so da cmtex fr alle praktischen 
Zwecke gleich dem ursprnglichen amerikanischen TeX wird.


NDERUNGEN

In Version 1.1 werden neue Silbentrennungsmuster fr Franzsisch, 
Italienisch, Polnisch und Schwedisch benutzt. 

In Version 1.0 gaben die Makros \S \! \pound \{ \} \backslash \silohi 
\siltgt \sigtlt \sigtgt falsches Ergebnis, wenn sie in Verbindung mit
\uppercase oder \lowcase benutzt wurden. Dieser Fehler ist in Version 1.1 
beseitigt.


